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Musikkapelle Illerberg-Thal bietet ihrem Publikum feinste Unterhaltung


Sowohl musikalisch als auch optisch wurde das Frühjahrskonzert der Musikkapelle Illerberg-Thal zu einem bemerkenswert schönen Erlebnis für das zahlreiche Publikum in der Mehrzweckhalle des Vöhringer Stadtteils. Zweieinhalb Stunden lang war eindrucksvoll zu erleben, was die Blasmusik heute vom Grundschulkind bis zum „altgedienten“ Musiker, dessen Weste mit allerlei Ehrenzeichen für langjährige Aktivität dekoriert ist, so faszinierend macht.

Mit der Fanfare „Olympic Spirit“ waren Michael Werner und sein Orchester ins Programm gestartet, das von Viktoria Bilmayer ebenso sachkundig wie sympathisch moderiert wurde. In der Suite „Caledonia“ zeigte der Dirigent, was aus einem relativ klein besetzten Klangkörper alles herauszuholen ist, wenn die Aktiven so engagiert mitgehen, wie das der Fall ist.

Danach gab es den mit Spannung erwarteten ersten Auftritt der „Blockflötenkids“ gemeinsam mit den „Großen“: In „Fiorellina“ und „Latin Fiesta“ zeigten die Jüngsten, dass sie auf bestem Wege sind und sich nicht vor großem Publikum zu fürchten brauchen. Mit dem Konzertwerk „Emotionen“ des Unterallgäuers Kurt Gäble und den immer wieder mitreißenden Filmmelodien „Moment for Morricone“ setzte die Musikkapelle dem ersten Programmteil die Krone auf.


Frühjharskonzert 2015 NUZ

 

Der erste Auftritt der "Blockflötenkids" war einer der Höhepunkte beim gemeinsamen Frühjahrskonzert der Musikkapelle Illerberg/Thal mit Dirigent Michael Werner und der von Rani Rezek geleiteten Jugendkapelle "WITA" (Wullenstetten, Illerberg-Thal, Aufheim) in der Illerberger Mehrzweckhalle.


Dann übernahmen die Nachwuchskräfte von „WITA“, der gemeinsamen Jugendkapelle Wullenstetten, Illerberg-Thal und Aufheim, die Bühne. Schon in dem musikalischen Spaß mit der „Kuckuckspolka“, auch als Johann-Strauß-Polka „Im Krapfenwaldl“ bekannt, zeigten die Jugendlichen, dass sie mit Freude und Engagement musizieren.

Das Saxofonquartett präsentierte sich anschließend versiert mit dem Spiritual „Nobody knows“, und die Trompeten machten sich in „Mouthpiece Mania“ das Vergnügen, nur mit dem Mundstück so berühmte Titel wie die „Zarathustra“-Fanfare und die „Schöne blaue Donau“ anzuspielen. „WITA“-Dirigent Rani Rezek, der das Jugendprogramm zum Motto „Solo – Soli – Tutti“ erläuterte, ist mit seinen jungen Leuten auf dem besten Weg zu einem Klangkörper von hohem Format. Das zeigte sich auch im berühmten „Libertango“ von Astor Piazolla. Nach der Präsentation der neuen Tracht der Musikkapelle ließ Michael Werner in Wiener Neujahrskonzert-Manier den „Radetzkymarsch“ aufklingen, der wie seit 160 Jahren wieder einmal allen Mitklatsch-Übungen erfolgreich widerstand und damit zu einem der Hits des Abends wurde. Doch diese Bezeichnung sollte man sich eigentlich für die letzten beiden Lieder aufsparen, denn was Gesangssolistin Daniela Renz dann bot, war höchst faszinierend: „Ich gehör’ nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ erklang sowohl stimmlich als auch interpretatorisch beeindruckend, und dann schloss sich der Programmkreis zurück zu den Olympischen Spielen von Seoul 1988: Der einleitende „Olympic Spirit“ hatte den Abend eröffnet und für dasselbe Ereignis hatte Whitney Houston den Welterfolg „One Moment in Time“ aufklingen lassen. (wis)

NUZ/IZ 31. März 2015 - Text & Foto: Wilhelm Schmid

ptisches und akustisches Erlebnis - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/illertissen/Optisches-und-akustisches-Erlebnis-id33564062.html