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Lob und Ehr' für 150 Jahre Musizieren

Mit einem Festakt eröffnete die Musikkapelle Illerberg/Thal ihre Jubiläums-Feiern

Vöhringen-Illerberg (lor).

Lobesworte und Anerkennung erhielt die Musikkapelle Illerberg/Thal während des Festabends anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens. Die zahlreichen Ehrengäste und Musikfreunde hatten nicht ohne berechtigten Stolz zu Sektempfang, einer historischen Bildergalerie und feierlich-konzertanten Klängen geladen. (Konzert siehe Kultur).

Alles passte zusammen an diesem Festabend in der Illerberger Mehrzweckhalle. Und mit Recht blicken die derzeit 35 Musikerinnen und Musiker der Kapelle auf ihre mindestens 150-jährige Tradition zurück, schließlich können sie damit zu den ältesten Zeugnissen musikalischer Betätigung im Illertal beisteuern. "Im Land der schwäbischen Blasmusik gibt es mehr Dirigenten und Vorsitzende als Bürgermeister und Pfarrer" stellte Guntram Schuhmacher, Stellvertretender Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, die Bedeutung hiesiger Blaskapellen in den Vordergrund. Anlässlich des hohen Geburtstages der Illerberger war er erstmals dort hin gekommen. Durch solche Traditionen wären die Musikkapellen zum Symbol unserer Heimat geworden. Bezirksvorsitzender Gerhard Snehotta hob die langjährigen Verdienste des Ehrendirigenten Franz Hermann hervor, der in seiner 35-jährigen Amtszeit die Kapelle in die Oberstufe musikalischer Leistungen gebracht hat. Dass sich die Musiker mit ihrem jetzigen Dirigenten Joachim Plocica weiterhin im Aufwärtswind befinde , "zeigen die etwa 38 Jungbläser unter 18 Jahren". Zudem habe sie begonnen, in kleineren Formationen bestimmte Musik-Trends zu verfolgen.

Mit seiner frühen Einbeziehung der konzertanten Blasmusik hätten Franz Hermann und seine Musiker Vorreiterrolle für viele umliegenden Kapellen gespielt, erinnerte sich Landrat Erich Josef Geßner noch gut an seine Bürgermeister-Zeiten in Vöhringen. "Die Musikkapelle Illerberg weiß aber auch im Bereich der ,Musica sacra' zu überzeugen und beherrscht es zu jazzen, swingen, und singen, dass es eine Freude ist", betonte Bürgermeister Karl Janson. Von den musikalischen Erfolgen zeugten insbesondere die vielen Auszeichnungen bei den Wertungsspielen, wobei häufig der erste Rang erreicht wurde, oftmals gar mit der höchsten Punktzahl.

Kostproben

Kostproben ihrer Vielseitigkeit sowie technischen Versiertheit brachten die Musiker denn auch zu Gehör. Den musikalischen Festauftakt gaben sie mit dem Stück "Jubilus" (Jan Van der Roost). Nicht minder feierlich und getragen präsentierten sie die umfangreiche Komposition "The Saint and the Citiy" (Jacob de Haan) sowie "For the next thousand" (Otto Schwarz). Und wie ein fröhliches Anstoßen auf eine gute Zukunft gelang ihnen zum Ausklang eine Mozart-Komposition, arrangiert von Wolfgang Wössner.

150 Jahre alt und doch jung geblieben, so präsentierte die Musikkapelle Illerberg/ Thal sich selbst und ihre Musik anlässlich des Festaktes in der Mehrzweckhalle.

© 2004 Augsburger Allgemeine