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Lauschiges an einem Sommerabend

 

Serenade der Musikkapelle Illerberg-Thal von hohem künstlerischen Niveau

 

Von unserer Mitarbeiterin Ursula Katharina Balken

 

Vöhringen/Illerberg

 

 

 

Geht es nicht oft so - man schweift in die Ferne und hat das Gute vor der Haustüre. Man weiß es nur nicht. Doch seit dem Konzert der Musikkapelle Illerberg-Thal, die jetzt hinter der Kirche einen Serenadenabend veranstaltet hat, weiß man dieses Plätzchen zu schätzen.

 

Idyllisch von hohen Bäumen und der Pfarrkirche umgeben mit weitem Blick über das Illertal, ist dieser Ort ideal für Konzerte oder andere Veranstaltungen geeignet.

 

Laue Temperaturen

 

Darüber waren sich die zahlreichen Besucher einig, die an dem lauen Sommerabend den Klängen des Orchesters unter Leitung von Joachim Plocica lauschten. Das 150. Gründungsjubiläum - das war der Wille der Kapelle - sollte nicht mit einem Festkonzert und Jubelabend abgehakt werden. Vorsitzender Gregor Kuhn machte nochmals deutlich, dass 150 Jahre mehr wert sind als nur zwei Pflichtveranstaltungen. Das ganze Jahr über sind Konzerte von Klassik bis Rock gestreut. Eines davon war die Serenade, im übrigen eine Premiere bei der Kapelle.

 

Feierliche Einstimmung

Die Zuhörer wurden mit "Zwei Krönungsintraden" von Jiri Ignac Linek festlich eingestimmt.Gern Gehörtes wollte man spielen, versprach Gregor Kuhn. Und so reichte die Palette von "Slovenska Hudba", einer Mischung aus Dvoraks Sinfonie Nr. 9 (Aus der Neuen Welt) und Friedrich Smetanas "Die Moldau" bis hin zu einem Potpourri bekannter Verdi-Melodien, die den italienischen Komponisten weltberühmt gemacht hatten - von "Nabucco" bis "Aida."

 

Der flotte Marsch "Venezia" von Fabiani und ein Querschnitt beliebter "Ohrwürmer" aus bella Italia - bearbeitet von Hans Kolditz - beschlossen den ersten Programmteil. Dass Plocica nicht nur den Taktstock trefflich zu führen weiß, sondern auch ein guter Trompeter ist, bewies er innerhalb des italienischen Medleys mit "Il Silencio."

 

Swing war im zweiten Teil angesagt. Die unverwüstliche "Moonlight Serenade" von Glenn Miller durfte da nicht fehlen. Aber ob "The Spirits of the Celts" von Ronan Hardiman, "Swing when you are winning" von Robbie Williams und "Mars der Medici" von Johann Wichers brachten Schwung in den Abend.

 

Zwischendurch stärkten sich die Gäste bei einem kühlen Hellen oder einem Gläschen Wein und knackigen Brezen. Musik gut, Stimmung gut, Wetter gut - ein Klasseabend.

Das erste Serenadenkonzert hat jetzt die Musikkapelle Illerberg/ Thal veranstaltet. Anlass war das 150. Gründungsjubiläum, das in diesem Jahr gefeiert wird. Das Besucher kamen in Scharen. Bild: Ursula K. Balken

 

© Augsburger Allgemeine / NUZ