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Der Hit: hausgemachte Sulzen beim Biergartenfest

Vöhringen-Illerberg/Thal (sps) - Das erste Illerberger Biergartenfest der Musikkapelle Illerberg/Thal war so erfolgreich, dass es am Wochenende wiederholt wird. Der Hit: hausgemachte Sulzen, im eigenen Steinbackofen selbst gebackenes Schwarzbrot und Hausgeräuchertes vom Schwein. Am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juni, beginnt das Biergartenfest hinter der Mehrzweckhalle jeweils um 17 Uhr. Vorsitzender Martin Miller zeigt sich stolz: "Urschwäbisch, besser geht es nicht."

Ganz original ist die Sulz allerdings nicht

In der Küche von Heide Grathwohl trifft sich die erste Kochbrigade zum Sulzherstellen. Heute werden es in der Küche der Mehrzweckhalle mehr sein, die für das hausgemachte Vesperangebot sorgen. Aber zunächst muss halt ausprobiert werden. Nur die Sülze ist nicht so ganz und gar original. Auf das lange auskochen von Kalbs- und Schweinsfüßen haben die Frauen verzichtet. Daraus wurde früher die Brühe für die Fleischsülzen gewonnen. Heuer muss es ein Sülzpulver vom Metzger tun. "Das Beste, das uns empfohlen wurde und das wirklich auch den Geschmack trifft", versichert die Köchin.

Das Wichtigste: Genügend Fleisch auf dem Sulzenteller. Und dafür hat Thomas Grathwohl zwanzig Kilo Hals und Bauch eingekauft. Dafür darf er das Fleisch auch schneiden: "Nur nicht zu schmal" ermuntert ihn seine Frau. Sie selbst gießt inzwischen die kräftig nachgewürzte Brühe ab.

Gegenüber schneidet Helga Miller die Gürkle und die gelben Rüben auf. Miller selbst und Sohn Alexander Grathwohl dürfen die gekochten Eier pellen. Dann wird der Teller mit dem Fleisch garniert, mit der Sulzbrühe übergossen und mit einem Petersilzweig verziert.

Voriges Jahr sind an die siebzig Portionen verkauft worden, heuer könnten es an die hundert werden. Das Hausgemachte ist zum Hit des Biergartenfests geworden. Denn außer der Fleischsulz - "andere Kombinationen mit Gemüse oder Salami sind nicht echt" - gibt es noch hausgeräuchertes Schweinernes und Schwarzbrot aus dem selbst gebauten Steinbackofen einer Illerberger Familie.

Das Rezept für das Rauchfleisch wird heuer nicht verraten. "Das kommt nächstes Jahr an die Reihe" sagt Miller.

Nur soviel verrät er: Es ist in eine Marinade nach dem Rezept der Familie, die es herstellt, eingelegt und selbst geräuchert worden. Auch der Brotbäcker wird nicht verraten. Der fürchtet wohl nicht zu Unrecht, dass er mit Nachfragen überlaufen werden könnte. Und natürlich geht es nicht ohne Musik ab: Die Illerberger Hochzeitsmusik spielt auf. Spielt das Wetter nicht mit, sind der 18. und 19. Juli als Ausweichtermin vorgesehen.

Quelle: NUZ - Augsburger Allgemeine - Gerd D. Balken vom 12.06.09